Rezension "Schicksalsbringer" von Stefanie Hasse


"Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung von Stefanie Hasse ist am 24.07.2017 als Hardcover und Ebook im Loewe Verlag erschienen. Er ist der erste Teil einer Dilogie. Der zweite und somit letzte Band, wird im Frühjahr 2018 erscheinen.

Das Cover finde ich einfach schön! Es ist in Lila- und Goldtönen gehalten und die goldenen Sprenkel, die die junge Frau umrahmen, funkeln und glitzern. Wenn das alleine nicht ein Grund ist das Cover toll zu finden?Die Verschnörkelungen am unteren Rand fügen sich super in das Gesamtbild ein und auch die Hälfte der Schicksalsmünze ist für mich auf dem Cover nicht weg zu denken. Für mich ist bei diesem Cover alles stimmig. 

Als kleines Mädchen hat Kiera eine hübsche, alte Münze auf einem Jahrmarkt bekommen. Damals konnte sie noch nicht ahnen, dass diese Münze im wahrsten Sinne des Wortes ihr Schicksal verändern würde. Erst als Kiera sich als Teenager daran verletzt, entfaltet die Münze ihre wahre Kraft. Und plötzlich tauchen Hayden und Phönix an ihrer Schule auf. Brüder die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch derselben Aufgabe folgen. Als Bad Boy Phönix Kiera eröffnet, dass sie durch die Münze das Schicksal lenken kann und er sie von nun, für diese Aufgabe, einen Monat auf Schritt und Tritt begleiten wird, steht ihre Welt vollends Kopf. Wird Kiera das Schicksal zum Guten oder Schlechten wenden? Oder regiert letztendlich doch der Zufall?
 
Ich habe vorher noch kein Buch von Stefanie Hasse gelesen und habe deswegen keine Vergleiche, aber ich finde, dass die Kapitel ziemlich kurz sind. Das Buch hat 411 Seiten und dabei 64 Kapitel. Neben den Zahlen ist zu Beginn eines jeden Kapitels auch immer die Schicksalsmünze abgebildet. Abgesehen von Kieras Sicht ist zum Ende von ca. jedem dritten Kapitel eine weitere Sicht eingefügt. Wer diese Person ist, wird erst im Verlauf der Geschichte klar und macht es daher noch mal extra spannend. 
Hier davon ein kleiner Auszug für euch:
Konnte es sein, dass Kiera nicht so handelte, sie sollte? Er lachte kurz auf, um seine Zweifel zu vertreiben. Niemand konnte sich Fortunas Wünschen entziehen. Alles geschah so, wie es sollte. (Zitat aus Schicksalsbringer von Stefanie Hasse S. 76)

Kiera ist dadurch, dass sie mal nicht "das typische Mädchen" verkörpert, ein sehr erfrischender Hauptcharakter. Sie ist einfach so schön unkompliziert, überhaupt nicht zickig und einfach cool. Sie hat gemeinsam mit Cody und zwei weiteren Freunden eine Band, in der sie die Sängerin ist. Alleine, das ist doch schon ziemlich cool oder? Sie macht sich viele Gedanken und möchte nicht einfach mit dem Schicksal anstellen, was sie möchte. Sie denkt dabei besonders daran, das Schicksal der Personen um sie herum nicht negativ zu beeinflussen. Diese Selbstlosigkeit hat mir sehr imponiert und Kiera für mich erst richtig sympathisch gemacht. 

Bei Phönix, hatte ich von Anfang an ein komisches Gefühl. Ehrlich gesagt, war er mir zuerst sogar unsympathisch. Es hat mich genervt, dass er Kiera und somit dem Leser immer nur Stück für Stück Informationen geliefert hat. Für mich war also so gut wie klar, dass er wohl versucht etwas zu verbergen. Ich habe ihm seine ganze Rolle in Kieras Schicksal einfach nicht abgenommen und war ihm gegenüber immer etwas misstrauisch. Erst in Richtung Finale konnte ich mein Leserherz für ihn öffnen. Dazu nur so viel: Am Ende war er für mich glaubwürdig und sein ganzes Handeln hat für mich endlich einen Sinn ergeben.Und auch der Epilog aus seiner Sicht, konnte ihn mir noch ein Stück näher bringen. 

Hayden hat bei mir zu noch mehr Verwirrung geführt. Dadurch, dass er Kiera nicht so nah kommt, bleibt er beinahe undurchschaubar und damit auch unberechenbar. Ich wusste bis zum Finale nicht, was ich von ihm halten soll. 

Kieras bester Freund Cody hingegen hatte mich von Beginn an um den Finger gewickelt. Er ist immer für Kiera da und dieses Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit zwischen den Beiden hat mich in seinen Bann gezogen.

Auf die Liebesgeschichte zwischen Kiera und Phönix konnte ich mich leider nicht wirklich einlassen. Zwar war erst ganz zuletzt die Rede von Liebe, aber der Zeitraum von einer Woche, war mir einfach zu schnell. Die prickelnden und romantischen Szenen zwischen den Beiden fand ich aber trotzdem toll geschrieben! .Dadurch, dass ich Phönix gegenüber so misstrauisch war, hat mich die Liebe zwischen den Beiden nur einfach nicht abgeholt.

Die Geschichte ist zum Ende hin explodiert! Manche Ereignisse habe ich erahnt, andere haben mich hingegen völlig unvorbereitet getroffen. Und genau das macht Schicksalsbringer so lesenswert. Die Verwebungen von Kieras Schicksal mitzuerleben und zu rätseln, was als nächstes geschieht, war wahnsinnig spannend. Wird Kiera mit ihren Entscheidungen das Schicksal zum Guten wenden, oder alles und jeden in ihrer Umgebung ins Unglück stürzen? Und warum verläuft ausgerechnet bei ihr, nach Tausenden von Jahren, alles anders? Die bedeutendste Frage für mich war jedoch: Wem kann Kiera wirklich trauen? Bei so vielen tollen Jungs eine ganz schwierige Entscheidung. 

Stefanie Hasse hat es fantastisch hinbekommen meine Meinung immer wieder zu verändern und mich ein Stück weit in die Irre zu führen. Mal schauen, ob das Schicksal nach diesem aufwühlenden Finale, im nächsten Teil immer noch so unberechenbar ist. Ich freue mich jedenfalls schon auf "Schicksalsjäger"! 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, eure Jasmine :)

Kommentare

  1. Ich hatte das Prequel gelesen und nun habe ich gleich noch mehr Lust das Buch der lieben Steffi zu lesen!

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    1. Liebe Verena, ich denke besseren Zuspruch kann man als Blogger nicht bekommen! Vielen Dank dafür und ich wünsche dir viele schöne Lesestunden mit Schicksalsbringer! Wenn du mit dem Buch fertig bist, kannst du mir ja vielleicht verraten, wie es dir gefallen hat und welcher der Boys es dir am meisten angetan hat. Liebe Grüße Jasmine :)

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