Rezension - "Sternenmeer" von Tanja Voosen

In meiner heutigen Rezension stelle ich euch das Buch „Sternenmeer“ von Tanja Voosen vor, welches im digitalen Label Impress des Carlsen Verlags erschienen ist. Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage, welche lediglich als E-Book erhältlich ist.
Die Autorin hat mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst hat.

Das Cover und der Titel des Buches „Sternenmeer“ sind meiner Meinung nach sehr stimmig. Den größten Teil des Covers nimmt nämlich ein Sternenhimmel ein. Die Sterne leuchten in verschiedenen Formationen und Größen auf die Erde hinunter, was auf mich sehr magisch und geheimnisvoll wirkt.
Am unteren Rand ist ein Zelt abgebildet. Daneben sieht man die schwarze Silhouette zweier Menschen, dessen Blick in Richtung des Himmels gerichtet ist.
Der Titel des Buches ist in großen rosa Lettern mitten in den Sternenhimmel geschrieben, was wirklich sehr harmonisch wirkt. Um den Titel herum sind mehrere hell leuchtende Sterne abgebildet.
Das Cover ist sehr gut gelungen und auf den Inhalt des Buches angepasst, da Sterne im Verlauf der Geschichte immer wieder eine Rolle spielen.

Laurie steht vor einem großen Problem! Ihre Eltern haben scheinbar nichts anderes mehr zu tun, als sich zu Streiten und wollen Laurie ausgerechnet in dieser Situation ins Feriencamp „Summerset“ abschieben. Laurie ist damit jedoch absolut nicht einverstanden und versucht alles, um das zu verhindern.
Sie schmiedet mit ihrer besten Freundin einen Plan, der sich im ersten Moment recht plausibel anhört, aber im Endeffekt gewaltig nach hinten losgeht. Ihr Plan endet nämlich damit, dass sie ausgerechnet Derek, den unausstehlichen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin, küsst. Wäre dies nicht schon genug, muss sie trotz allem Widerstand ins Feriencamp und läuft direkt am ersten Tag ausgerechnet besagtem Derek über den Weg. Wie schön es doch wäre, wenn man abends in den Himmel schauen, eine Sternschnuppe sehen und sich alle Probleme einfach wegwünschen könnte..

Der Aufbau, der Titel und das Cover des Buches sind sehr liebevoll aufeinander abgestimmt worden, was auf mich direkt total sympathisch wirkt.
Über jedem Kapitel ist das Wort „Stern“ und dahinter ist ein Hashtag (#) mit der Zahl des jeweiligen Kapitels abgebildet. Durch die Hashtags gewinnt das Buch an Aktualität. Die Nummerierung der Kapitel wird fortgeführt, was mir persönlich immer am allerbesten gefällt, da es einfach übersichtlicher ist.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die dem Leser zwischendurch immer wieder eine kleine Verschnaufpause bieten, um über das Gelesene nachzudenken.
Zudem ist unter jedem Kapitel ein kleines Teleskop abgebildet, dessen Kopf in Richtung des Himmels zeigt.

Der Schreibstil von Tanja Voosen hat mich begeistert. Ich glaube ich habe noch nicht oft so viel lachen müssen, wie in diesem Buch. Ich hatte teilweise wirklich Tränen in den Augen! Und doch ist der Schreibstil nicht nur einfach lustig, sondern auch authentisch und er bewahrt die notwendige Ernsthaftigkeit bei negativen Themen. Diese Ausgeglichenheit fand ich phantastisch!
Was mir aber aufgefallen ist, sind zum einen teilweise lange und verschachtelte Sätze und zum anderen kurze und knackige Dialoge. Bei diesem Aspekt war ich mir manchmal unsicher, wie ich damit umgehen sollte, da diese so gegensätzlich sind.

Der Leser bekommt schon von Beginn an einen ausführlichen Einblick in Lauries Charakter. Für sie ist Loyalität gegenüber ihren Freunden sehr wichtig, was sie auch immer wieder unter Beweis stellt. Ein sehr gutes Beispiel ist da ihre beste Freundin Savannah:

Ein Bus voller Unterstufenschüler oder ihr großer Bruder, der sie bei jeder Gelegenheit bloßstellte. Ich als beste Freundin stand schließlich solidarisch auf Savannahs Seite. Wenn sie ihn für einen Kotzbrocken hielt, tat ich das auch. Außerdem gab Derek einem wirklich genug Gründe, das auch so zu denken.“ 
(Zitat: „Sternenmeer“ von Tanja Voosen, Seite 8 EBook)

So zeigt sie auch immer wieder ihre Abneigung gegenüber Derek. Solidarität eben!
Laurie hat einen sehr symphytischen und liebenswürdigen Charakter, anders gesagt: Man kann sie einfach nur lieb haben! Sie hat mich mit ihren frechen und kecken Sprüchen sehr oft zum Lachen gebracht, aber gleichzeitig habe ich auch mit ihr gelitten. Den Laurie muss sich nicht nur den Problemen des Erwachsen Werdens stellen.
Ihre Eltern sind sich nur noch am Streiten und stehen kurz davor, sich zu trennen. So weiß Laurie einfach nicht mehr, wie sie mit der Situation umgehen soll und fängt deshalb an zu rebellieren, was ihre Eltern jedoch als typische „Teenager Rebellion“ abtun.
Wird die kleine Familie wieder zueinander finden?

Ich muss sagen, dass ich Derek anfangs gar nicht so unausstehlich fand, wie Laurie ihn darstellt. Er wirkte auf mich von der ersten Seite an sehr sympathisch, obwohl er schon ein kleiner Macho ist und dementsprechend auch ziemlich freche Sprüche ablässt. Eigentlich ist er ein sehr sensibler, freundlicher und zuvorkommender junger Mann, der mein Herz im Sturm erobert hat!
Doch leider hat auch er mit seinen Problemen zu kämpfen, denn er leidet unter den Geschehnissen der Vergangenheit. Doch was er versucht zu bewältigen müsst ihr schon selber herausfinden.

Im Verlauf der Geschichte wird immer wieder auf das Thema Sterne und Sternbilder eingegangen, da diese für Laurie eine große Bedeutung haben. Dadurch hatte ich zwischenzeitlich auch immer ein Gefühl von Poesie, was mich wirklich begeistert und zum Nachdenken angeregt hat.

Sterne waren bedächtig und egal, wo man sich auf der Welt befand, sie verließen einen nicht.“ 
(Zitat: „Sternenmeer“ von Tanja Voosen, Seite 25 E-Book)

Auch wenn ich mir schon von Beginn an denken konnte, dass sich etwas zwischen Laurie und Derek ereignet, hat Tanja Voosen es trotzdem geschafft, spannende und unvorhersehbare Wendungen einzubauen. Dadurch hat die Geschichte an Spannung und Intensität zugenommen und mich nicht mehr losgelassen.
In „Sternenmeer“ erwartet den Leser eine tolle Geschichte, eine Geschichte über die große Liebe, Vertrauen und Freunde, die alle Hürden des Lebens gemeinsam versuchen zu meistern.

Ich wünsche euch viele zauberhafte Lesestunden – eure Svenja

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