Rezension - "Mondfunken" von Tanja Voosen

In meiner heutigen Rezension stelle ich euch das Buch „Mondfunken“ von Tanja Voosen vor, welches im digitalen Label Impress des Carlsen Verlags erschienen ist. Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage, welche lediglich als E-Book erhältlich ist.
Die Autorin hat mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst hat.

Das Cover des Buches ähnelt dem von "Sternenmeer" sehr. Auch hier nimmt den Großteil des Covers ein Sternenhimmel ein. Die Sterne leuchten in verschiedenen Größen und Formationen auf die Erde herab, was wirklich sehr magisch und zauberhaft wirkt.
Am unteren Rand des Covers ist ein Zelt abgebildet, wovor die schwarzen Silhouetten zweier Menschen abgebildet sind. Der junge Mann zeigt mit dem Finger in Richtung des Sternenhimmels und das junge Mädchen schaut in dessen Richtung.
Der Titel "Mondfunken" ist in großen blauen Lettern mitten in den Sternenhimmel geschrieben, was sehr harmonisch wirkt. Neben dem Titel ist ein hell leuchtender Halbmond abgebildet.
Das Cover ist sehr gut gelungen und auf den Inhalt des Buches angepasst, da der Mond im Verlauf der Geschichte immer wieder eine Rolle spielt.

Tates allerliebstes Hobby ist das Backen. Dann ist es ja wohl klar, dass sie an dem alljährlichen Backwettbewerb „Goldener Kochlöffel“ teilnimmt, um endlich ihr Können unter Beweis zu stellen. Doch sie steht immer wieder vor dem gleichen Problem: Ihr größter Konkurrent Sawyer gewinnt einfach jedes Mal und so bleibt ihr der Sieg verwehrt.
Das Schicksal scheint es wohl einfach nicht gut mit ihr zu meinen, denn nicht nur Sawyer macht ihr das Leben schwer, sondern auch sein eingebildeter Freund Levi. Ständig laufen die Beiden sich über den Weg, es scheint, als wenn Levi Tate einfach nicht in Ruhe lassen könnte.
Zu allem Überfluss soll sie auch noch einen ganzen Sommer mit den Beiden im Sommercamp "Summerset" verbringen, obwohl ihr großer Traum doch eigentlich das Camp auf der anderen Seeseite gewesen ist.
Doch das genau dieser Sommer alles verändert wird, woran Tate bis dahin geglaubt hat, und das die beiden Jungs dabei eine ziemlich große Rolle spielen werden, ist ihr zu Beginn des Sommer natürlich noch nicht bewusst..

In dieser Rezension kommt es häufiger vor, dass ich „Sternenmeer“ und „Mondfunken“ miteinander vergleiche und mich auch das ein oder andere Mal wiederhole. 
Auch wenn die Bücher keine Reihe darstellen sollen würde ich persönlich empfehlen, zuerst "Sternenmeer" und danach "Mondfunken" zu lesen. In „Sternenmeer“ erfährt der Leser sehr viel über das Camp „Summerset“, welches auch in „Mondfunken“ eine zentrale Kulisse ist. Zudem spielen die Protagonisten Laurie und Derek ebenfalls eine Rolle, da das Buch genau ein Jahr nach ihrer Geschichte einsteigt.

Der Aufbau, der Titel und das Cover des Buches sind sehr liebevoll aufeinander abgestimmt worden, was auf mich direkt total sympathisch wirkt.
Über jedem Kapitel ist das Wort „Mond“ und dahinter ist ein Hashtag (#) mit der Zahl des jeweiligen Kapitels abgebildet. Durch die Hashtags gewinnt das Buch an Aktualität. Die Nummerierung der Kapitel wird fortgeführt, was mir persönlich immer am allerbesten gefällt, da es einfach übersichtlicher ist.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die dem Leser zwischendurch immer wieder eine kleine Verschnaufpause bieten, um über das Gelesene nachzudenken.

Auch in diesem Buch hat die Autorin ihren lockeren und leichten Schreibstil beibehalten. Auch von diesem Buch bin ich wieder vollends begeistert! Sie beschreibt die Kulisse und die Charaktere sehr authentisch und regt so die Phantasie des Lesers an.
Die Geschichte ereignet sich zur einen Hälfte in der Heimatstadt von Tate und zur anderen Hälfte im Camp „Summerset“, was ich als sehr abwechslungsreich empfunden habe.
Zudem geht die Autorin im Verlauf des Buches immer wieder auf aktuelle Aspekte ein, wie zum Beispiel die Serie „Game of Thrones“ oder die sozialen Medien Facebook und WhatsApp. Dadurch verleiht die Autorin ihrer Geschichte nicht nur eine gewisse Aktualität, sondern spricht eine bestimmte Altersklasse an Lesern an.

„> Dafür ist das Sommercamp da! <, meinte Willa euphorisch. > Um Freundschaften zu schließen, Risiken einzugehen, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und das Beste in sich selbst zu entdecken. Alles auf einmal!<“ (Zitat:“Mondfunken“ von Tanja Voosen, Seite 166 E-Book)

Der Leser lernt die 16 Jährige Tate mit ihrer größten Leidenschaft, dem Backen, kennen. Ich finde, es kommt eher selten vor, dass Mädchen in Tates Alter das Backen als ihr größtes Hobby beschreiben, aber es gefällt mir. 
Tate hat große Probleme damit, sich anderen zu öffnen und vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, weshalb sie auch keine richtigen Freunde hat. Doch wieso sie dieses Problem hat, kann sie selber nicht verstehen.
Sie hat sich angewöhnt nach Perfektion zu streben, weshalb sie, gerade in Bezug auf den Backwettbewerb, sehr ehrgeizig ist. Zudem ist Tate sehr Mode orientiert, was sich sehr positiv auf ihr Selbstbewusstsein auswirkt.

Durch die seltsamsten Zufälle finden Tate, Levi und Sawyer im Verlauf der Geschichte immer zueinander, was teilweise wirklich sehr unterhaltsam ist. Tate kann Sawyer nun mal nicht ausstehen, was sie gerne durch freche Sprüche zum Ausdruck bringt. Doch immer öfter muss sie sich eine Frage stellen:

„> Du magst Leute und du hasst Leute, das sind doch nur Gefühle und die ändern sich. Hast du noch nie in deinem Leben deine Meinung über etwas oder jemanden geändert? <“ 
(Zitat: „Mondfunken“ von Tanja Voosen, Seite 76 E-Book)

Der männliche Protagonist Levi, dessen voller Name Lennard Nixon ist, wird von vielen als „ekelhaft gut aussehender Schönling“ (Zitat: „Mondfunken“ von Tanja Voosen, Seite 138 E-Book) bezeichnet. Zu Beginn der Geschichte lernt der Leser ihn als eher selbstverliebten und selbstbewussten jungen Mann kennen.
Vor seinen Freunden und Klassenkameraden wirkt er sehr aufgedreht, verrückt und hyperaktiv. Er muss zu Allem und Jedem seinen Senf dazugeben und scheint manchmal einfach nicht zu wissen, wann er zu weit geht. Doch könnte das alles vielleicht nur Fassade sein? Steckt vielleicht doch mehr dahinter, was er mit seiner gut gelaunten Fassade versucht zu verbergen?

Sawyer ist nicht nur der größte Konkurrent von Tate, sondern auch der beste Freund von Levi. Zu Beginn der Geschichte wusste ich nicht so recht, wie ich Sawyer einschätzen sollte. Mir kam er ein bisschen als „Anhängsel“ von Levi rüber, da er eine sehr ruhige und zurückhaltende Art hat. Doch sollte dies vielleicht nur Schein sein?
Verbirgt sich auch bei ihm etwas hinter seinem Verhalten? Ihr dürft gespannt sein!

Ich hatte zu Beginn ein wenig Angst, dass ich wegen "Sternenmeer" nicht allzu gut in die Geschichte finden würde. Den Beginn des Buches fand ich nämlich etwas suspekt, da es direkt mit einem Backwettbewerb begonnen hat und ich es wirklich ein bisschen außergewöhnlich finde, dass Tates größte Leidenschaft das Backen ist.
Doch schnell habe ich gemerkt, dass wirklich viel mehr dahintersteckt. Dieses Buch hat mich also genauso in den Bann gezogen, wie der andere Teil auch. Beide Geschichten spielen zwar im Camp "Summerset" sind aber doch von Grund auf verschieden.
Ich bin wirklich begeistert, denn es geht um Freundschaft, Familie und natürlich um die erste große Liebe!

Ich wünsche euch viele zauberhafte Lesestunden - eure Svenja :) 

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